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Rehabilitation nach Hüftprothese: Warum das Anti-Schwerkraft-Laufband den Unterschied macht

Oliver Wrobel  ·  13. Mai 2026  ·  3 Min. Lesezeit
Rehabilitation nach Hüftprothese: Warum das Anti-Schwerkraft-Laufband den Unterschied macht

Rund 240.000 Hüftprothesen werden in Deutschland jedes Jahr eingesetzt. Für die meisten Betroffenen ist der Eingriff der Anfang vom Ende jahrelanger Schmerzen. Aber wie schnell und wie gut man danach wieder auf die Beine kommt, hängt maßgeblich davon ab, was in den ersten Wochen und Monaten passiert.

Die Herausforderung nach einer Hüft-OP

Nach dem Einsetzen einer Hüfttotalendoprothese (Hüft-TEP) ist der Körper in einer etwas paradoxen Situation: Er braucht Bewegung, um zu heilen – kann aber noch nicht voll belastet werden. Gehstützen helfen über die erste Phase hinweg, trainieren aber kein normales Gangbild. Und genau das ist das Problem: Wer wochenlang ausweicht und schont, übt Bewegungsmuster ein, die später mühsam wieder korrigiert werden müssen. Schmerzen im Knie, im Rücken oder im anderen Hüftgelenk können die Folge sein.

Was das Anti-Schwerkraft-Laufband konkret leistet

Das AlterG-Laufband löst dieses Problem, indem es das effektive Körpergewicht durch ein Luftdrucksystem reduziert – in Einem-Prozent-Schritten, genau steuerbar. Das bedeutet: Sie gehen auf dem Laufband in einer normalen, aufrechten Schrittbewegung – aber Ihr Hüftgelenk trägt vielleicht zunächst nur die Hälfte Ihrer tatsächlichen Körperlast.

In unserer Praxis beweg-was in Freiburg nutzen wir zusätzlich die eingebaute Kamera des Geräts. So sehen wir während des Trainings, wie Ihr Gang aussieht – und können gezielt eingreifen, wenn sich Schonhaltungen einschleichen.

Wann kann das Training begonnen werden?

Das richtet sich nach dem Vorgehen Ihres Operateurs und Ihrem persönlichen Heilungsverlauf. Als grobe Orientierung:

In den ersten vier Wochen nach der OP steht klassische Physiotherapie und Mobilisation im Vordergrund. Ab Woche vier bis sechs beginnen die meisten unserer Patienten mit dem Gangtraining auf dem Anti-Schwerkraft-Laufband – meist bei 40 bis 60 Prozent Körpergewicht. Bis Woche zwölf wird die Last schrittweise gesteigert, bis die Vollbelastung erreicht ist.

Ist Laufen nach einer Hüftprothese überhaupt realistisch?

Für viele Patienten: ja. Ob Spazierengehen im Schwarzwald, Nordic Walking oder leichtes Joggen – mit einer gut rehabilitierten Hüftprothese und dem richtigen Training ist vieles möglich. Das Anti-Schwerkraft-Laufband ist dabei kein Wundermittel, aber ein Werkzeug, das den Weg zurück erheblich verkürzen und sicherer machen kann.

Häufige Fragen

Brauche ich eine ärztliche Verordnung?
Als Kassenpatient ja – Ihr Operateur oder Hausarzt stellt sie aus. Als Selbstzahler kommen Sie ohne Papiere direkt zu uns.

Ist das Training schmerzhaft?
Nein. Die Entlastung durch das Luftsystem wird von den meisten Patienten als angenehm leicht empfunden – manche beschreiben es als „endlich mal wieder richtig gehen können“.

Wie viele Einheiten sind nötig?
In der Regel zehn bis zwanzig Einheiten über sechs bis zwölf Wochen. Den genauen Plan besprechen wir nach dem ersten Termin.

Fragen zu Ihrer Situation? Rufen Sie uns an.

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